Ruhe Mittwoch, 28.02.2007, 08:41 Uhr
Ruhe - die gibt es seit einiger Zeit in zweierlei Hinsicht:
Zum einen hier im Blog, zum anderen in meinem Labor.

Im Labor ist es seit etwa einer Woche erheblich ruhiger geworden, denn das Wintersemester ist offiziell rum. Einige Master-Studenten hatten letzten Freitag ihre letze Prüfung und sind nun auf und davon. Gerüchten zufolge soll der ein oder andere schon zum 1.März in die Arbeitswelt wechseln (wo sie dann vermutlich die nächsten 40 Jahre in ein und der selben Firma bleiben - bedingungslose Treue gegenüber deiner Firma und deinem Boss zählt hier einiges).
Jobs sucht man sich hier üblicherweise schon ein Jahr vor dem Abschluss.

Drei andere Studenten sind z.Z. in Deutschland an der Universität Bielefeld und besuchen anschließend in Günne/Westfalen das diesjährige "Interdisziplinäre Kolleg" (IK)

Im Moment ist hier im Labor also nur halb so viel los wie normalerweise.

Außerdem wird es hier langsam Frühling. Umgekehrt proportional zu den steigenden Temperaturen sinkt die Zahl der Anwesenden im Labor die erkältet sind.
Auch dies trägt zum sinkenden Geräuschpegel bei:
In Japan ist es eine Unsitte, sich die Nase zu putzen. Wie jeder weiß, kann Nase putzen durchaus laut sein (kommt darauf an wie beherzt man sie putzt), aber eines ist sicher: Wenn sich jemand einmal die Nase geputzt hat, ist erstmal für ein paar Minuten Ruhe.

Des Nase putzens beraubt, muss sich der Japaner einer anderen Methode bedienen um seine erkältete, laufende Nase in Zaum zu halten: Das Hochziehen.
Das Problem dabei: Es ist nicht minder laut als ein normales Nase putzen, muss aber mit einer viel höheren Frequenz wiederholt werden. Quasi permanent.

Als Europäer empfinde ich jemanden, der sich ständig die Nase hochzieht, als nervig. Dummerweise arbeite ich hier in einem Labor mit etwa 30 die-Nase-hochziehenden Japanern.
Wie eben schon erwähnt, ist die Erkältungs-Saison nun aber vorbei und die Zahl der Nase-Hochzieher geht zurück.

Im Blog ist es ruhiger geworden weil ich recht beschäftigt bin, und das wird sich bis Ende März auch nicht mehr ändern. Die Zeit verrinnt, und ich muss noch einiges schaffen. Zudem bin ich auch nicht mehr jedes Wochenende auf Achse.


Bis bald!
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