Sapporo 2 Mittwoch, 07.02.2007, 10:29 Uhr
Ich sitze grade in der Kantine unserer Jugendherberge. Hier gibt es kostenloses WLAN - sehr "convenient".
Convenient (= komfortabel/angenehm/praktisch) ist ein Wort das mir in Japan sehr oft begegnet. Scheint irgendwie in Mode zu sein.

Am Flughafen gab es Gebäck, dass mit besonders blumigen deutschen Worten beworben wurde:



In Sapporo liegt viel Schnee, der an den Straßenrändern meterhoch aufgetürmt wird:



Für die erste Nacht hatten wir ein Hotelzimmer, dessen Ausstattung im Vergleich zum Wohnheim in Osaka grade zu luxuriös war. Eine eigene Dusche! Bequeme, breite Betten!

Nach dem einchecken ins Hotel sind wir dann Richtung Innenstadt und Schnee-Festival losgezogen.
Entlang einer der Einkaufsstraßen gab es Eisskulpturen:









Zu Abend gab es Ramen:



Der Fernsehturm in Sapporo ist eine kleine Kopie des Eiffelturms:



Von der Aussichtsplattform des Turms hat man einen prima Blick auf den Odori:



Der Odori ist ein langezogener Park in dem die größten Skulpturen des Fests stehen.

Diesen Park sind wir anschließend abgelaufen und ich hab fleißig Fotos geschossen, z.B. von diesem Walhai:





Disneyland:



Ein Haus:



Eine Kopie des thailändischen Palasts (zur Feier der Japanisch-Thailändischen Beziehungen):



Eine Burg:



Die größte Skulptur war die Darstellung einer Antarktis-Expedition:




Kleine Skulpturen gab es auch:





Das obligatorische Wir-waren-da-Beweisfoto:



Als wir genug Schnee- und Eisskulpturen gesehen hatten, sind wir durch das Vergnügungsviertel, auf der Suche nach einer gemütlichen Bar, die wir schließlich auch gefunden haben.

Während ich in einem herrlichen Hotelbett schlief und heute morgen hat es dann mal wieder ordentlich geschneit:






Um 10 Uhr mussten wir aus dem Hotel auschecken, und erst ab 15 Uhr konnten wir in der Jugendherberge einchecken. In der Zwischenzeit waren wir nochmal in der Stadt, haben gegessen und ein japanisches Kino besucht.
Dort liefen u.a. auch englische Filme mit japanischen Untertiteln. Unsere Wahl fiel auf "Departed", einen 0815 Hollywood Actionfilm. Streckenweise spannend, aber leider mit einem sehr einfallslosen Ende.

Mittlerweile ist es 18 Uhr, ich sitze wie gesagt in der Kantine der Jugendherberge und schreibe diesen Eintrag.
Wir sind in einem Zimmer mit etwa 10 Betten untergebracht und es scheint alles ausgebucht zu sein.

Für Heute Abend haben wir uns die 350-Bar ausgesucht, eine angeblich sehr beliebte Bar in der alles 350 Yen kostet.

Morgen stünde dann ein Ausflug zu einem der Skigebiete hier in der Umgebung an.


Zu guter letzt muss ich noch einen kleinen Exkurs über die japanische Modewelt beschreiten:

Was fällt einem bei folgendem Anblick ins Auge?



Richtig! Diese Frau trägt einen Wintermantel, Schal, High-Heels und einen Minirock! Im Winter, bei Minusgraden, im Schneegestöber.

Nun könnte man ja glauben, es handele sich hierbei um einen außergewöhnlichen Einzelfall. Doch das Gegenteil ist der Fall. Jede dritte oder vierte Frau läuft hier kniefrei rum.
Im Oktober und recht warmen November in Osaka war dies ja noch nachvollziehbar, aber trotz fallender Temperaturen wandelte sich die Bekleidung der Damenwelt nicht.
In Osaka bin ich bisher nicht dazu gekommen, dieses Phänomen zu dokumentieren. Aber hier in Sapporo musste ich es mal festhalten. Der Kontrast zwischen Außentemperatur und Bekleidung ist hier noch extremer.

Zwei weitere Beweisfotos:





Um das noch mal klarzustellen: Diese Damen tragen KEINE Strumpfhosen!

Fazit: Die spinnen, die Japanerinnen.
Sapporo