Weihnachtsmarkt Montag, 11.12.2006, 13:42 Uhr
Gestern Abend haben wir dem Deutschen Weihnachtsmarkt einen Besuch abgestattet. Jawohl, hier in Osaka gibt es einen original-deutschen Weihnachtsmarkt!

Und zwar in Umeda, unter dem Sky Building.

Das Sky Building ist ein Hochhaus bestehend aus zwei 180 Meter hohen Türmen und einer Verbindungsplattform dazwischen:




Leider sind die Fotos von dem Abend teilweise etwas verwackelt, das liegt am Nachtaufnahme-Modus meiner Kamera.

Der Eingang:



Insgesamt gab es etwa 20 Verkaufsstände und in der Mitte einen 32 Meter großen Weihnachtsbaum:





Zu dem Tannenbaum sei angemerkt: Er war eckig! D.h. er war nicht echt.


Natürlich gab es auch leckere Würstchen vom Grill:



Quizfrage: Was stimmt mit folgendem Wurstbrötchen nicht?



Richtig! Das Brötchen wurde durch ein halbes, labberiges Weißbrot ersetzt.
Das war KEINE gute Idee...

Habe später einen der deutschen Betreiber auf diesen Fauxpas angesprochen. Er meinte, Brötchen seien in Japan nicht bezahlbar.
Vor zwei Jahren hätten sie extra für den Weihnachtsmarkt einen Bäcker aus Deutschland mitgebracht der die Brötchen dann zu vertretbaren Preisen vor Ort produzieren konnte.

Falls ich es bisher noch nicht erwähnt haben sollte: Brot ist hier grundsätzlich ein heikles Thema. Es gibt hier im Prinzip nur Weißbrot.
Brot mit einer festen Kruste gibt es einfach nicht.

Dem Thema Brot will ich irgendwann mal einen eigenen Eintrag widmen, z.Z. sammele ich noch Beweisfotos...


Ansonsten waren so ziemlich alles abgedeckt, was auf einem typischen deutschen Weihnachtsmarkt nicht fehlen darf:

- Glühwein

- Nippes:



- Gebrannte Mandeln:



- Bratkartoffeln (mit Speck):



- eine Krippe:



- und einen Weihnachtsmann:




Warum hat dieser Weihnachtsmann einen so enormen Bartwuchs und eine dicke Brille?
Um zu kaschieren das er gar nicht der echte Weihnachtsmann ist! Sondern ein Japaner! Betrug!

Fazit:
Der künstliche Tannenbaum, das labberige Weißbrot und der falsche Weihnachtsmann konnten uns den Spaß an diesem Abend nicht nehmen.
Alles in allem war es eine tolle Sache. Nach 2 Monaten Japan befanden wir uns plötzlich in einem deutschen Mikrokosmos.

Den Japanern scheint es auch zu gefallen.

Günstig war es nicht. Was aber auch nicht verwundert, wenn man weiß dass die Budenbesitzer jedes Jahr für 1-2 Monate aus Deutschland nach Japan kommen. Die Hütten, inklusive eines Kinderkarussells (!) werden in Containern verschifft.
Freizeit