Uncanny Valley Donnerstag, 30.11.2006, 13:07 Uhr
Heute morgen hatten wir hier im Labor drei interessante Vorträge von Besuchern:


Prof. Hans-Dieter Burkhard von der Humboldt Universität Berlin hielt einen Vortrag über Fallbasiertes Schließen mittels "Case Retrieval Nets".


Prof. Gerhard Kraetzschmar von der Universität Ulm gab einen Überblick über MIRO, eine Middleware für Roboter.


Am interessantesten war aber der Vortrag von David Hanson aus Texas.

David Hanson ist neben "unserem" Prof. Ishiguro einer der führenden Entwickler von Androiden.
Seine von ihm entwickelten Androiden zeichnen sich vor allem durch ihre besonders natürlich wirkende Erscheinung aus:



Das Bild oben links zeigt keinen Menschen, sondern das fertige Gesicht eines Androiden.


Hier ein Bild von einem koreanischen Roboter, der mit einem von Hanson entwickelten "Albert Einstein" Kopf kombiniert wurde:








Eine von Hansons Thesen ist, dass das Uncanny Valley (dt.: "unheimliches Tal") nicht existiert.

Was ist das Uncanny Valley?



Zunächst einmal gilt: je menschlicher ein Roboter aussieht, umso weniger bedrohlich, und umso ansprechender sieht er für Menschen aus.
Dies entspricht der roten Linie (A) in der obigen Abbildung.

Es ist daher das Ziel der Androidenforschung, möglichst menschenähnliche Roboter zu entwickeln.

Die These vom Uncanny Valley besagt nur aber, dass Roboter die schon sehr menschlich wirken und nur noch kleine Fehler aufweisen sehr abschreckend auf Menschen wirken.
Ab einem gewissen Detailgrad werden sie nicht mehr an ästhetischen Kriterien für einen "Gegenstand" gemessen, sondern an den viel empfindlicheren ästhetischen Maßstäben für Menschen!

Dieser plötzliche Abfall an Attraktivität bei sehr menschenähnlichen Robotern wird von der blauen Linie (B) in obiger Abbildung gezeigt.
Man nennt diese Delle das "unheimliche Tal", oder eben "Uncanny Valley" auf Englisch.


Für mich ein gutes Beispiel für einen Androiden im Uncanny Valley ist Repliee R1 von unserem Professor Ishiguro:



Dieser Androide wurde Prof. Ishiguro's Tochter nachempfunden.
Auf mich wirkt dieser Androide unheimlich, weil er einerseits so sehr einem Kind ähnelt, aber dabei doch ziemlich unnatürlich guckt. Man könnte meinen dieses "Kind" sei irgendwie krank.


Bei der Entwicklung von immer menschenähnlicheren Androiden stellt das Uncanny Valley also eine Art Hürde da, die es zu überwinden gilt.


Hanson behauptet nun aber, dass Androiden jeden Menschlichkeitsgrades künstlerisch so optimiert werden können, das sie auf Menschen ästhetisch/ansprechend wirken.
In seinem Team arbeiten daher Künstler daran, seinen Androiden, die sich eigentlich im Uncanny Valley befinden müssten, ein für Menschen ansprechendes Äußeres zu geben, das nicht zwanghaft versucht noch menschlicher zu wirken, sondern eher wie Theaterfiguren.

Diese These ist gewagt, aber angesichts seiner eindrucksvollen Androiden komme ich ins Zweifeln ob er nicht recht haben könnte.

Kritisch sehe ich allerdings, dass er sich bei der Kritik am Uncanny Valley nur auf das Aussehen bezieht.
Neben dem Aussehen spielt für das Uncanny Valley auch noch die Bewegung eine wichtige Rolle!

Ein Androide der perfekt so aussieht wie Claudia Schiffer, sich aber unnatürlich, ungelenk und abgehakt bewegt wie eine Maschine würde einem doch ziemlich fremd vorkommen.

Dagegen hatte Herr Hanson (noch) nichts ins Felde zu führen...


Eine zentrale Rolle in der Optimierung des Aussehens von Androiden stellt das verwendete Material für die Haut dar.
Dafür hat Hanson mit seinem Team "Frubber" entwickelt, eine spezielles Silikon mit luftgefüllten Bläschen verschiedenster Größe.
Diese künstliche Haut hat sehr ähnliche Eigenschaften wie menschliche Haut, was die Stauch- und Dehnbarkeit angeht. Wenn dieses "Frubber" Material von künstlichen Muskeln verzogen wird, entstehen natürlich wirkende Falten. (Z.b. Lachfalten)



Zum Abschluss noch zwei Videos von "Albert Hubo", dem Roboter mit Einstein-Kopf, in Aktion:





-----
Links:

Der Wikipedia Artikel zum Uncanny Valley

Der englische Wikipedia Artikel über David Hanson
Arbeit
Aquarium Montag, 27.11.2006, 11:25 Uhr
Sonntag Nachmittag sind Judith, Wolfram und ich ins Aquarium von Osaka gefahren.

Neben dem Aquarium ist ein Riesenrad, dem wir einen spontanen Besuch abstatteten:




Das Gebäude mit der roten Fassade ist das Aquarium, im Hintergrund sieht man einen kleinen Teil des Hafens und das Meer:




Im Aquarium gab es, oh Wunder, allerlei Fische, von denen ich nur wenige gute Fotos machen konnte, da es recht dunkel war und man keinen Blitz benutzen durfte.




(Hier zwei Exemplare der Gattung Mensch, auf dem Boden sitzend weil der Wasserstand in diesem Becken so niedrig war.)







Unangenehm fiel auf, dass die Aquariumsleitung offenbar vom Weihnachtsfieber erfasst wurde, und das Aquarium daher "weihnachtlich" gestaltet wurde.
Leider bewies man dabei keinerlei Stilsicherheit oder gar guten Geschmack:

1. Es wurden im gesamten Aquarium drei oder vier Weihnachtslieder ("Jingle Bells" etc.) in einer Endlosschleife vom Band gespielt. (Kein entkommen!)

2. Der Weihnachtsmann ist dieses Jahr ein WALHAI: (Aber wo ist der weiße Rauschebart geblieben?)




3. Diese Quallen durften vor Tannenbaum-Kulisse ihre Kreise ziehen:

Freizeit
Katsu Curry Montag, 27.11.2006, 08:14 Uhr
Heute gabs bei mir zu Mittag eins meiner hier entdeckten Lieblingsgerichte:



Curry-Reis mit Schnitzel. Sieht schlicht aus, schmeckt aber verdammt gut!

"Hitotsu Katsu Curry kudasai!" (Ein Schnitzel-Curry bitte!)
Essen
Braumeister Montag, 27.11.2006, 08:07 Uhr
Am Sonntag entdeckte ich in der Straßenbahn folgende neue Werbung:



Die große, bekannte Kirin-Brauerei hat sich also entschlossen, eine neue Biermarke auf den japanischen Markt zu bringen, die mit einem markanten, deutschen Erscheinungsbild Käufer finden soll.

Natürlich kann der gewöhnliche Japaner den Text nicht lesen, aber ich habe mir mal die Mühe gemacht, genauer hin zu schauen.

Auf dem Produkt finden sich folgende deutsche Sätze:

"Weiter trinken"
"Qualität ist unser Prinzip"
"Dreierlei Hopfen - ein Genuss"

Ganz unten, besonders deutsch in Fraktur gesetzt:
"Dieses Bier, gebraut von unserem besten Braumeister, kompromisslos nach seinen Idealen"

Alles in allem ein recht amüsantes Produkt. Den Werbespruch "Weiter trinken" würde sich wohl keine deutsche Brauerei auf ihre Produkte zu schreiben trauen.
Aber: "Dreierlei Hopfen - ein Genuss" hat mich überzeugt! Dieses Bier muss ich unbedingt mal ausprobieren!!

Die Werbung in einer höheren Auflösung
Werbung, Kurioses
Tanuki Montag, 27.11.2006, 07:36 Uhr
Hin und wieder sieht man hier ulkige Statuen, die ich auch fotografisch festgehalten habe:



Jetzt habe ich endlich Details über sie erfahren:

Sie heißen Tanuki.

Tanukis sind Fabelwesen, die als Glücksbringer vor manchen Geschäften oder Restaurants stehen.
Ihr hervorstechendes Merkmal sind ihre überdimensionierten Hoden. (Der große, schwarze Sack zwischen den Beinen der bis auf den Boden reicht)
Dies ist kein Symbol der Sexualität, sondern des Glücks.
Vorlage für diese Fabelwesen sind die realen Tanukis, in Japan und anderen Teilen Asiens heimische Marderhunde.

Die Fabel-Tanukis werden als "derbe, draufgängerische Gesellen" beschrieben.
In der einen Hand halten sie eine Flasche Sake, in der anderen einen Schuldschein, mit dem der Tanuki seinen Sake erwirbt, aber nie bezahlt.
Der Wanderstab und der Hut zeichnen sie als Vagabunden aus.

Es gibt Abbildungen auf denen Tanukis ihre Hoden wie einen Sack über die Schulter geworfen haben, auf anderen Abbildungen nutzen sie ihn als Trommel. (Aua!)
Wenn sie wütend werden, können sie ihn auch als Schlagwaffe benutzen!!


Andere Abbildungen:


http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3c/Tanuki_pottery_statue.jpg


Quellen:
Deutsche Beschreibung auf www.univie.ac.at
Englischer Wikipedia-Artikel
Kurioses
All Night Party Mittwoch, 22.11.2006, 23:06 Uhr
Komme grade von einer All-Night-Party, und möchte den Abend nun bloggen, so lange die Erinnerung noch frisch ist.
Wir haben 5:30 Uhr morgens. Eigentlich würde ich jetzt viel lieber schlafen, bloß mein tolles Wohnheim macht erst wieder um 6:30 Uhr auf.
Anstatt mich also 1 1/2 Stunden lang vor mein Wohnheim in die Kälte zu setzen und zu warten, bin ich eben zur Uni ins Labor gefahren, was sowieso auf dem nach Hause Weg lag.

Also, Gestern/diese Nacht gabs ne Party, der Anlass ist mir unbekannt, aber zumindest ist heute Feiertag. Vielleicht ist das ja schon ein hinreichender Grund zum Feiern.

Wir waren Anfangs etwa 50 Personen aus drei verschiedenen Labors.
Judith, Kayo und Wolfram, die üblichen Verdächtigen also, waren dieses mal NICHT mit dabei, weil sie im Ishiguro-Labor arbeiten und somit nicht eingeladen waren.


Die Feier begann mit einem Besuch einer Bowling-Bahn:



Man konnte sich als Kegel kostümieren:


Knapp wurde es übrigens bei der Auswahl der Bowlingschuhe. Meine europäischen Latschen passten genau in die größte zur Verfügung stehende Nummer.
Ich kenn aber Leute in Deutschland die haben größere Füße. Die hätten wohl draußen bleiben müssen...

Es ist einige Jahre her das ich gebowlt habe, somit war meine Leistung eher bescheiden. Als ich langsam wieder warm wurde, wars mit dem Bowling leider schon wieder vorbei.


Denn es ging weiter zum Abendessen in ein Restaurant:





Mit leckeren Speisen:


(Yakitori = gegrillte Hähnchenspieße)




Dann wurden diejenigen drei, die die meisten Punkte beim Bowling erzielt hatten, mit Preisen bedacht.
Nun scheint es in Japan wohl üblich zu sein, nicht nur die drei Besten, sondern auch den VORLETZTEN zu ehren.
Warum ausgerechnet den Vorletzten? Weil er es geschafft hat, NICHT der Letzte zu sein, was ja eine Schande wäre. Somit ist der Vorletzte zu beglückwünschen.

Und wer war dieser glückliche?
Ich!

Damit hatte ich natürlich nicht gerechnet...
Jedenfalls hatte ich plötzlich eine Riesentüte japanischer Chips in der Hand:





Es gab viel alkoholisches zu trinken in dem Restaurant, jedenfalls für japanische Verhältnisse.
Den meisten Ostasiaten fehlt ja ein Gen zum beschleunigten Abbau von Alkohol, weshalb sie nicht so trinkfest sind wie Europäer.

Man sagt, das läge daran das die Asiaten schon vor 2000 Jahren so schlau waren ihre Getränke durch erhitzen haltbar zu machen, während die Europäer nichts anderes als Alkohol kannten.
Ein gewöhnlicher Europäer des Mittelalters hat ja täglich Bier oder Wein konsumiert, da es keine anderen haltbaren Getränke gab.
Somit hat sich eine genetische Mutation, die den Abbau des Zellgiftes Alkohol beschleunigt, bei unseren Vorfahren in den letzten Jahrtausenden durchgesetzt, während sie bei den Asiaten nicht notwendig war..

Wie auch immer, der Konsum von Bier und Sake führe zu einer ausgelassenen Stimmung, was sich in folgenden Bildern vielleicht ein bisschen wiederspiegelt:


(Dieser Student wollte beweisen das er ganz viel rohen Wasabi (ziemlich scharfen Meerrettich) essen kann.)


(Ihm wars wohl zu hell oder zu laut?)




Nach Mitternacht war der Besuch des Restaurants beendet und es ging zum Abschluss in eine große Karaoke-Bar, das "Shidax".
(Man muss dazu sagen das die feiernde Gesellschaft mit voranschreitender Stunde immer kleiner wurde.)

Hier zwei Bilder aus der Karaoke-Bar:






Im Katalog der Karaokelieder gab auch einige Hundert, wenn nicht Tausend, englische Lieder zur Auswahl. (Und ein deutsches: "99 Luftballons" von Nena)

Ich habe die Anwesenden mit meinem zauberhaften Gesang beglückt, indem ich Lieder wie z.B.:

"Chris Isaac - Wicked Game",
"U2 - New Year's Day",
"Queen - We Will rock You",
"Queen - Radio Ga Ga",
"Beatles - Let It Be",
oder
"Red Hot Chili Peppers - Under The Bridge"

geträllert habe.

Um 4:30 lief die Zeit für unsere gemieteten Karaoke-Zimmer aus, und die Party war somit zu Ende.

Wie ganz zu Anfang dieses Eintrags geschrieben, bin ich dann ins Labor geradelt.
So, mittlerweile ist es auch schon 6:45 Uhr, mein Wohnheim hat schon seit einer Viertelstunde geöffnet und ich könnte schon längst in meinem schönen, weichen Bettchen liegen und schlummern. Stattdessen sitz ich immer noch an diesem Blog-Eintrag...

Oyasumi nasai!! (Gute Nacht!!)



Ach ja, die Chips sind schon alle weg...
Party
I'm alive Mittwoch, 22.11.2006, 08:08 Uhr
Ja, mich gibts auch noch!

Also, letztes Wochenende waren wir in Kyoto.
Wir haben uns eine 400 Jahre alte Villa eines Kaisers angeschaut und einen buddhistischen Tempel.

Die Villa hatte einen großen Garten mit nun herbstlichen Bäumen:




Japanischen Teehäusern:




Und einem großen See:




Es wurde viel fotografiert:




Ein See der scheinbar im Nichts endet:




Nach dem Besuch der Villa wurde beraten wo wir als nächstes hin fahren:




Wir entschieden uns für einen sehr beliebten (und überlaufenen) buddhistischen Tempel.
Darin gab es einige Sandkästen, in denen sich offenbar ein paar große Kinder ausgetobt haben:




Der obere Sandhaufen soll das Wesen des Zen-Buddhismus verkörpern.
Diese Form von Buddhismus ist in Japan weit verbreitet.
Ich habe Zen, und diesen Sandhaufen, noch nicht wirklich verstanden, denjenigen die es interessiert empfehle ich den Wikipedia-Artikel darüber zu lesen.
Allgemeines
Tsunami Mittwoch, 15.11.2006, 13:10 Uhr
Allgemeines
Japanische Nationalisten Mittwoch, 15.11.2006, 08:19 Uhr
Das folgende Video habe ich Ende Oktober im Stadtteil Shinsaibashi aufgenommen.

Es zeigt einen Autokorso von japanischen Nationalisten, die mit ziemlich kräftigen Lautsprechern ihre Parolen kund taten:



Das Spektakel dauerte insgesamt etwa 10 Minuten. Der Inhalt ihrer Botschaft ist mir leider verborgen geblieben, aber sie klangen sehr erregt...
Kultur
Fragen & Antworten Dienstag, 14.11.2006, 14:03 Uhr
Auf dieser Website gibt es eine neue Rubrik:
Fragen und Antworten

Dort kann man mir Fragen stellen, die von mir in meiner bisherigen Berichterstattung hier nicht abgedeckt wurden, und die für andere Besucher der Website auch von Interesse sein könnten.
Website
Saza-e Video Montag, 13.11.2006, 09:47 Uhr
So, ich hab mich endlich mal dafür gesorgt dass ich hier im Blog Videos darstellen kann. Ich hoffe diese Lösung funktioniert auch.

Probieren wir es mal aus...

Zwei Videos vom Abend im Saza-e:





Auch wenn es für die Augen etwas anstrengend zu gucken ist, wer genau hin schaut kann auf den Videos jeden von uns vier Nachtschwärmern irgendwo entdecken.
Party
Saza-e Montag, 13.11.2006, 09:03 Uhr
Freitag Abend sind Kayo, Judith, Wolfram und ich mal wieder um die Häuser gezogen.

Zunächst haben Kayo, Wolfram und ich zusammen mit ein paar anderen Labormitgliedern gekocht (oder kochen lassen):



Der Name des Gastgebers (zweiter von rechts) ist mir leider entfallen.

Es gab eine Art japanischen Eintopf, sehr lecker:




Die Enge in japanischen Behausungen treibt lustige Blüten:



(Eine Toilette mit integriertem Waschbecken, wobei das Waschwasser den Wasserkasten auffüllt. Das macht nicht nur ein extra Waschbecken überflüssig, sondern spart auch noch Wasser!)

Gegen 22 Uhr haben wir drei uns dann von den anderen verabschiedet und sind in die Innenstadt nach Umeda gefahren, um uns mit Judith zu treffen und das "Saza-e" zu besuchen.
Kayo war noch nie in Ihrem Leben in einem japanischen Club/Disko, daher wollten wir das mal mit Ihr machen.

Judith hatte in einer englischen Zeitschrift über Osaka von diesem Saza-e gelesen, und dass dort am Freitag Progressive House Musik aufgelegt wird, von niemand geringerem als DJ Timo Maas.
Ich habe noch nie von Ihm gehört, aber angeblich soll er einer der besten 10 DJs der Welt sein. Jedenfalls ist er ein Deutscher und grade auf Japan-Tournee.

Eintritt war 20 Euro.

Bei den Schließfächern:



Ein der Bars von oben:



Insgesamt hat der Laden 3 Stockwerke, im obersten gibt es eine "Chill-Out-Area" mit Swimming-Pool:



Ein japanischer DJ (mit dem gleichen Notebook wie ich.)



Kayo und ich schwingen das Tanzbein: (Judith im Hintergrund)


(Da war es noch relativ leer auf der Tanzfläche)

Leicht bekleidete Vortänzerinnen gab es auch:



Der VJ (Video Jockey):



Als dann endlich Timo Maas hinterm DJ-Tresen auftauchte, wurde die Musik noch besser und die Tanzfläche voll:


(ER steht ganz rechts oben im Bild, ich habe es an dem Abend leider vergessen ein gutes Foto von ihm zu machen.)


Ein Teil der zappelnden Menge von oben (aus dem zweiten Stockwerk):



Judith im Getümmel:




Fazit: Der Laden war sehr schick von innen, die Musik war gut und die Stimmung ebenso.

Allerdings:
- der Laden scheint ein Magnet für alle Nicht-Japaner in Osaka zu sein, jedenfalls war der Ausländeranteil sehr hoch.

- wollte man sich an einem der Tische niederlassen, so kostet allein das Hinsetzen 1000 Yen extra (dennoch waren alle reserviert).

- all zu enger Körperkontakt auf der Tanzfläche wurde von dem omnipräsenten Security-Personal konsequent unterbunden.

- das Ende war sehr abrupt: Um 3 Uhr Nachts war Schluss! Timo Maas gab noch ein, zwei Zugaben, dann war es für das Security-Personal aber höchste Eisenbahn die Gäste möglichst schnell zu verscheuchen.


Da die ersten Bahnen nach Hause erst ab 6 Uhr fahren, sind wir die restlichen Stunden dann noch in einer Karaoke-Bar abgestiegen...
Party
Geburtstag Sonntag, 12.11.2006, 11:01 Uhr
Mittwoch war ja mein 24. Geburtstag, darüber möchte ich noch berichten:


Morgens habe ich Geschenke ausgepackt, es gab Geburtstagskarten und ein dickes Paket mit Gummibärchen (Danke Geli, Danke Achim).

Den Tag über war ich im Labor, zwischendrin mal eine Japanisch-Stunde, und Nachmittags gab es dann einen Geburtstagskuchen auf Serviette:



mit von der Mensa geborgten Gabeln.



Abends sind Noda, Kayo, Eri, Judith, Wolfram und ich in Osakas Innenstadt nach Namba gefahren.

Dort gibt es eine Brauerei mit angeschlossenem Lokal, die vier europäische Biersorten braut:

- Irisches Stout ("Guinness")
- Britishes Ale
- Tschechisches Pils
UND:
- Bayrisches Weizen

Also genau der richtige Ort, um mal wieder ein Weizen zu trinken:



(Das mit 4,50 Euro sogar bezahlbar war.)

Die anderen Biersorten wurden auch probiert, doch unsere japanischen Freunde bestätigten, dass das deutsche Bier eindeutig das Beste gewesen sei. (Selbstverständlich...)

Traditionelle Kost gab es auch noch:


(Würstchen mit Senf, Sauerkraut und Zwiebelen)

Anschließend ging es weiter durch die Innenstadt, wo dieses Gruppenfoto entstand:



Ziel unserer Reise war ein Pachinko.
Pachinkos sind Glücksspielhallen und ein Teil der japanischen Kultur, denn sie werden von etwa 15 Millionen Japanern regelmäßig besucht.
(Wikipedia Artikel)



Gespielt wird mit Kugeln:



an solchen Automaten:



Judith beim Spielen: (Noda erklärt wie es funktioniert)




Die Spielhallen sind EXTREM LAUT beschallt, und das Spiel war ziemlich eintönig.
Man hat nur ein Rad an dem man die Geschwindigkeit der Pachinkokugeln variieren kann.

Wer an Details interessiert ist, möge sich den Wikipedia-Artikel dazu durchlesen.

Mir hat dieses eine mal jedenfalls gereicht.



Anschließend haben wir ein gemütliches Restaurant mit koreanischer Küche besucht, vom dem es leider keine lohnenswerten Bilder gibt.



Zu guter letzt, so gegen 1 Uhr, haben wir uns dann aufgemacht, das "Round One" zu besuchen - ein Unterhaltungstempel auf 10 Stockwerken.

Man zahlt für die ganze Nacht 1200 Yen (8 Euro) Eintritt, und hat dann die Auswahl zwischen 3 Bereichen in denen man alles kostenlos benutzen kann:
3 Stockwerke Bowling
3 Stockwerke Karaoke
4 Stockwerke "Leisure"

Wir entschieden uns für den Leisure Bereich, der eine Vielzahl an Aktivitäten bietet:

- Tischfußball

- Darts

- Billard:





- Duschen

- Sauna

- Minigolf:



- Karaoke

- Fußball:



- Basketball

- Tennis

- Tischtennis

- Schießstand (Soft-Air Gewehre)

- Boxen:



- eine Manga-Comic Ecke mit gemütlichen Lesesesseln, die jedoch gefüllt waren mit Geschäftsmännern die dort schliefen!
(8 Euro für eine Nacht im Lesesessel mit langer Fußstütze sind erheblich günstiger als ein Hotel...)

Das scheint wohl immer so zu sein und wird vom Betreiber wohl toleriert (oder vielleicht gefördert, denn wozu gibt es sonst neben Bowling-Tischen Duschen und Sauna??).


- Und auf dem Dach des Hochhauses schließlich noch Baseball:




(Maschinen werfen einem Bälle zu.)

Abgesehen von Sauna und Dusche haben wir so ziemlich alles ausprobiert, es hat viel Spaß gemacht und eh man sich versah war es auch schon 6 Uhr Morgens.
Dann macht der Laden zu, und in der U-Bahn fahren wieder die ersten Züge.

Somit endete der Tag (der nach deutscher Zeitrechnung erst 2 Stunden später zu Ende war) dort, und wir machten uns auf dem Heimweg...
Freizeit
DER MENSAREPORT Mittwoch, 08.11.2006, 08:19 Uhr
Eine Fotoserie in 9 Bildern

Eine unserer Mensen:




Leckere Aussichten erwarten einen schon beim Anstehen:



Aber 200 Yen (1,30 Euro) für ein Stück Kuchen sind etwas teuer.


Die Schlange ist zwar lang:




Aber man kommt schnell voran!


Was soll ich heute bloß essen?



(Vor allem wenn man Schwierigkeiten hat, die Namen zu lesen und sich zu merken)


Die pfiffige Lösung: Das Nummernsystem!



Von den unzähligen Gerichten werden 15 Gerichte mit Nummern versehen. Einfach gucken was am besten aussieht, und sich dann aus der Box links unten im Bild die dazugehörige Karte ziehen.
Gott sei dank werden die 15 so angebotenen Gerichte immer mal wieder ausgewechselt...


Nachdem man sein Essen dann bekommen hat, ab zur Kasse:




Dann noch schnell zur Gewürz- und Dressing-Ecke:




Einen Platz suchen:




Und voilà:



Pommes mit Riesen-Frikadelle für 300 Yen (2 Euro)... nicht grade die traditionelle japanische Küche, aber sehr lecker! Und ein bisschen japanisch wars ja mit der Miso-Suppe dazu doch noch...
Report
SPIEGEL ONLINE Dienstag, 07.11.2006, 10:41 Uhr
Nachrichten
Lake Biwa Samstag, 04.11.2006, 12:35 Uhr
Am Donnerstag Judith, Wolfram und ich an einem Ausflug für Internationale Studenten teilgenommen.

Mit dem Bus:


ging es zum "Lake Biwa" (der Bodensee unter den japanischen Seen).

Morgens um 9 ging es los, nach 2 Stunden fahrt kamen wir bei unserem ersten Ausflugsziel an, einer Bootstour durch einen seichten Fluss.



Danach ging es weiter in ein kleines, historisches Dorf, wo wir in einer Töpferei zu Mittig aßen.

Im Anschluss gab es noch eine etwa 2 stündige Führung durch das Dorf. Der nette Führer war des Englischen leider nicht mächtig, so dass ich über dieses Dorf leider nichts anderes zu berichten weiß als das es ziemlich alt und historisch ist und vor 500 Jahren mal eine koreanische Friedensdelegation auf der Durchreise zum japanischen Kaiser dort Station gemacht hat, und folgendes Gericht serviert bekam:


(Man beachte den eigenartigen Oktopus-Turm im Hintergrund.)

In der Stadt kamen wir an ein paar älteren Damen vorbei, die am Straßenrand saßen und die historischen Straßenzüge malten:





Ein Ausschnitt ihres Motivs:


In einem hübschen Innenhof haben wir dann ein Gruppenfoto von uns machen lassen, dass sehr schön geworden wäre, wenn der Fotograf es nicht verwackelt hätte:


Um 15 Uhr ging es wieder zurück, und Punkt 17 Uhr waren wir wieder am Ausgangspunkt der Reise angekommen.
(Sämtliche Termine auf der Reise wurden fast auf die Minute genau eingehalten, ich hielt dies zunächst für einen Zufall, man sagt mir jedoch japanische Reisen würden immer so präzise geplant und durchgeführt.)
Freizeit
Sandwichautomat Mittwoch, 01.11.2006, 02:01 Uhr
Darf ich vorstellen?

Der Sandwichautomat:



Dein bester Freund wenn Du um 23 Uhr feststellst dass Du noch kein Abendessen hattest, und alle Geschäfte auf dem Campus haben schon zu.
(Der Supermarkt schließt um 22 Uhr)
Campus