Wochenende Montag, 30.10.2006, 10:02 Uhr
Samstag haben Joschka, Guerra, Guerra's Frau, Judith, Wolfram und ich einen Ausflug nach Shinsaibashi gemacht.
Osaka hat zwei Innenstädte, Umeda im Norden und Shinsaibashi im Süden. Bisher kannte ich nur Umeda.

In Shinsaibashi waren wir im Apple Store:


Joschka hat sich einen iPod gekauft.

Dann sind wir durch die Fußgängerzone geschlendert:



Am Ende waren wir noch in Den-Den Town, einem großen Elektronik-Viertel.

Ein bisschen Engrish gabs auch:



Sonntag Abend haben wir mit Kayo ein traditionelles japanisches Restaurant besucht:



Sehr gemütlich und verwinkelt, mit kleinen, durch Papierwände separierten Räumen.
Nur die Musik passte nicht zum Ambiente. Es liefen z.b. die "Beasty Boys", "Wham!" oder auch "Queen".

Das Essen war lecker! U.a. gab es:

Oktopus:


Leckere gefüllte Teigtaschen (rechts):


Muschel an Schnittlauch:


Frittiertes Hähnchenfleisch:


Japanische Kartoffelpizza mit Fischeiern:
Freizeit
Pantoffelhackordnung Freitag, 27.10.2006, 08:26 Uhr
In Japan ist es üblich, dass man vor dem Betreten von nicht öffentlichen Räumen die Straßenschuhe aus- und dafür Pantoffeln anzieht.

So gibt es auch vor unserem Labor Schuhschränke:


Weil die Belegschaft hier im Labor in letzter Zeit etwas zugenommen hat, wurde am Montag der Schuhschrankreihe ein zusätzlicher Schuhschrank beigefügt.

Nun konfrontierte mich Gestern einer Kollegin mit einer Grafik des neuen Schuhschrankes, mit der Bitte, ich möge doch in der Grafik dort meinen Namen eintragen, wo ich in Zukunft meine Straßenschuhe zu platzieren gedenke. Einige Studenten hatten sich bereits in der Grafik eingetragen, aber Gott sei Dank fand ich noch einen günstigen leeren Platz in der zweiten Reihe von oben, ganz links.

Als ich dann Abends das Labor verließ, fielen mir Beschriftungen an den Schuhschränken auf, die ich bisher übersehen hatte:
Am Schuhschrank ganz links, der der Eingangstür am nächsten ist, steht "Professor Asada" und "Staff" drauf. Auf dem Schrank daneben steht "Doctors", daneben dann "Masters etc.".

Soll heißen: Nicht nur ist jeder Platz in den Schuhschränken fest vergeben, es gibt sogar noch eine Hackordnung unter den Schuhschränken. Je näher der Schrank an der Tür ist, umso wichtiger die Personen!

Mein neuer Platz ist übrigens im Schrank "Masters etc.", wobei ich meine Einordnung in die Kategorie "etc." nicht sehr schmeichelhaft finde.
Ich fordere ein Extraschild für Austauschstudenten!

Und was meinen meine Pantoffeln dazu?


Die Moral von der Geschicht: Japaner besitzen einen ausgeprägten Ordnungssinn. Was sich einem im übrigen auch noch in vielen weiteren Details des Alltags offenbart.
Aber darüber ein anderes mal mehr...
Japaner
Mobiltelefon Donnerstag, 26.10.2006, 03:47 Uhr
Seit ein paar Tagen bin ich Besitzer eines japanischen Mobiltelefons:



Das Beste daran: Ich kann darauf e-Mails empfangen.

Wenn mir jemand eine e-Mail an die Adresse:



schickt, habe ich sie ein paar Sekunden später auf meinem Handy.

Die e-Mail Adresse musste ich in Form einer Grafik darstellen, denn bei e-Mail Adressen die man im Klartext im Internet veröffentlicht, bekommt man sehr schnell eine Flut von unerwünschten Spam-Mails.
(Es gibt leider Programme, die permanent das Internet nach e-Mail Adressen durchforsten.)
Allgemeines
Mogelpackung Donnerstag, 26.10.2006, 03:25 Uhr
Verpackungen in Japan sind manchmal der letze Beschiss:



Man beachte das eklatante Missverhältnis zwischen dem großzügigen Format der Kartonschachtel und der im Vergleich dazu etwas kurz geratenen Plastikform.
(Ok, ein paar Kekse hatte ich zum Zeitpunkt der Aufnahme schon verzehrt, aber trotzdem...)

Zudem steht auf vielen Produkten das Gewicht nicht drauf. (Zumindest kann ich keine Angabe in arabischen Ziffern entdecken.)

In Deutschland beschwert man sich ja gerne mal über die Regulierungswut des Staates, dass es für jeden Fliegenschiss einen Paragrafen gibt, der ihn regelt.
Erst wenn man im Ausland ist, und zum Beispiel auf solche Mogelpackungen stößt, die in Deutschland von der Verpackungsordnung verboten wären, lernt man den ein oder anderen Paragrafen zu schätzen.
Diverses
Rediscover the web Mittwoch, 25.10.2006, 03:34 Uhr
Werbung für eine gute Sache:

Allen Besuchern meiner Internetseite, die sich gerne schnell, sicher und bequem durchs Internet bewegen möchten, empfehle ich, den Gestern veröffentlichten Mozilla Firefox 2.0 Webbrowser zu installieren. Natürlich kostenlos...

Link: http://www.mozilla.com/
Internet
Expo Park Montag, 23.10.2006, 14:55 Uhr
Letzten Samstag haben Wolfram, Judith und ich zusammen mit Eri und Kayo den Expo Park besucht.

Eine ziemliche große, grüne Parkanlage mit einer beeindruckenden Statue am Eingang:



Das zerquetschte Gesicht soll die Sonne sein, auf der Rückseite gibt den passenden Mond dazu.

Ein Baum im japanischen Garten:




Picknick gabs auch:





Mehr Fotos gibt es hoffentlich bald in meiner bisher etwas vernachlässigten Galerie zu sehen.
Freizeit
Japanische Esskultur Donnerstag, 19.10.2006, 14:24 Uhr
Links
Engrish 1 Donnerstag, 19.10.2006, 13:14 Uhr
Engrish:
Engrish ist die leicht humoristische Bezeichnung für insbesondere von Asiaten gesprochenes/geschriebenes fehlerhaftes Englisch. Häufig bezieht sich der Begriff Engrish auf syntaktisch und/oder orthographisch nicht korrekte englischsprachige Schlagwörter oder Sätze. Nicht selten werden besonders in Japan englischsprachige Sätze z.B. in der Werbung und Populärkultur als Designelement benutzt und oft unverstanden falsch niedergeschrieben.
(Zitat Wikipedia)

Just in einem Kaufhaus hier in Osaka entdeckt:



Die Pantoffel für Greenpeace-Hasser!
Nieder mit der Öko-Bewegung!
Birkenstock - Nein danke! :-)
Gemüse? Ökos? Vegetarier? Oh, I don't like them!

Wer noch mehr Engrish sehen möchte:
http://www.engrish.com/

Der dazugehörige Wikipedia Artikel:
http://de.wikipedia.org/wiki/Engrish
Engrish
Mein neuer heißer Schlitten Donnerstag, 19.10.2006, 13:03 Uhr
3 Gänge, 2 Räder, 2, Bremsen, 1 Klingel, 1 Korb und eine extra lange Sattelstange für große Menschen:

Allgemeines
Japanisch für Blog Leser - 1 Mittwoch, 18.10.2006, 13:26 Uhr
Thema der ersten Stunde:
- Wir stellen uns vor -

Hajimemashite.
Watachiwa Peter desu.
Doitsu-jin desu.
Doozo yoroshiku.

Neue Vokabeln:
Hajimemashite = Wie geht es Ihnen?
Watachi(wa) = Ich
Desu = sein
Doitsu-jin = Deutscher
Doozo yoroshiku = Schön, Sie kennenzulernen.

Anmerkungen zur Ausprache:
Das "u" am Ende von "desu" wird nicht ausgesprochen.
Japanisch
Eindrücke Dienstag, 17.10.2006, 14:41 Uhr
Kaum zu glauben, aber Morgen bin ich schon seit zwei Wochen hier.

Was mir in den letzten zwei Wochen aufgefallen ist:

- Für Fahrradfahrer gibt es keine Verkehrsregeln.
In Japan herrscht Linksverkehr. Fahrradfahrer scheint dies jedoch nicht zu interessieren. Die fahren gerne und ohne erkennbares Muster mal auf der linken, mal auf der rechten Seite der Fahrbahn, und ebenso selbstverständlich nutzen sie die Bürgersteige. Die Autofahrer scheint dies auch nicht zu stören, oder sie sind es nicht anders gewöhnt.

- Die Sonne geht hier viel früher unter als in Deutschland. Um 17 Uhr beginnt die Dämmerung, und um spätestens 18 Uhr ist alles dunkel. Das passt nicht zu den angenehmen, sommerlichen Temperaturen von etwa 20-25 Grad die hier herrschen.

- Hier sieht man keine Obdachlosen in der Stadt.
Im Gegensatz zu Deutschland sieht man hier in den Bahnhöfen oder Fußgängerzonen niemanden der bettelt oder in der Ecke liegt. Kajo, eine Studentin aus dem Ishiguro Lab, meint, es gäbe hier schon Obdachlose, aber denen würde man das nicht ansehen und diese würden sich möglichst unauffällig verhalten.

- Maschinen sind sehr gesprächig.
Wenn man einen Aufzug betritt, ertönt die Stimme einer freundlichen Dame: "Achtung! Ich schließe mich jetzt!", und "Achtung! Die Tür öffnet sich!" bevor man den Aufzug wieder verlässt.
LKWs blinken nicht nur, sondern sagen auch gerne: "Achtung! Ich biege nach links ab!". (Natürlich alles auf japanisch)
Und in den Straßenbahnen gibt es keine Ansagen vom Band, sondern ein Aufpasser/Ansager informiert ausführlich über den nächsten Haltepunkt und öffnet/schließt die Türen.

- Die Straßenbahnen sind sehr pünktlich und zuverläsig.

- Auf jedem Bürgersteig, auf jeder Brücke, an jedem Zebrastreifen und an jeder Treppe gibt es gelbe Streifen am Boden mit einem Streifen- oder Punkteprofil, dessen Struktur man beim darüberlaufen leicht erfühlen kann. Dieses System ist eine Hilfe für blinde Menschen, die so ertasten können wo der Weg langgeht, oder wann ein Hindernis kommt.
Allgemeines
Wolframs Fotos Samstag, 14.10.2006, 08:02 Uhr
Allgemeines
Osaka Expo '70 / Monorail / Party Samstag, 14.10.2006, 06:55 Uhr
Gestern (Freitag) haben Wolfram und ich die Osaka Monorail ausprobiert:



Ein hässliches Ungetüm von einer Eisenbahn, genauer gesagt einer Ein-Schienen-Bahn auf Stelzen, gebaut Ende der 60iger Jahre für die Expo '70 in Osaka. So hat man sich damals wohl das Schienen-Verkehrsmittel der Zukunft vorgestellt. Irgendwie hat sich das Konzept aber bisher nicht ganz durchsetzen können...




Abends gab es dann nochmal eine Abschiedsparty für Freerk, den Holländer, der Heute (Samstag) Morgen dann mit KLM zurück nach Amsterdam geflogen ist.

Wir waren in verschiedenen Lokalen, angefangen hat es aber mit einem netten kleinen Restaurant mit einem ziemlich verrückten Besitzer.
Der Mann war eine One-Man-Show: Koch, Ober, Gaukler und Artist in einem.
Abgesehen davon, dass er ständig irgendwelche Witze gemacht hat, ist er gerne auf seinen Einrichtungsgegenständen herumgesprungen und hat das Essen vorzugsweise seinen Kunden zugeworfen. (Z.b. Reisbällchen mit Füllung in Seetang-Hülle).




(Das was Wolfram da grade in den Mund nimmt ist ein AUGE von dem ganzen Fisch auf dem Bild darüber. Soll angeblich eine ganz besondere Delikatesse sein. *würg*)

Für seine weiblichen Gäste gab es kleine Geschenke und für alle Nicht-Japaner gab es überraschender Weise am Ende noch ein ziemlich mächtiges, saftiges, ordentlich gepfeffertes Steak:

Freizeit
Besuch von Citizen Freitag, 13.10.2006, 13:23 Uhr
Heute hatten wir, das Eco-Be! Team, Besuch von einer Delegation der Firma Citizen.
Lauter wichtig aussehende Geschäftsmänner mit Anzügen und großen, schwarzen Koffern.
Die haben uns über den Stand der Entwicklung der nächsten Eco-Be Roboter Generation informiert.

Bei der nächsten Roboter-Fussballweltmeisterschaft im Sommer 2007 sollen zum ersten mal
Wettkämpfe in der neu geschaffenen Eco-Be-Liga ausgetragen werden. Bisher haben weltweit 20 Teams Bewerbungen zur Teilnahme an der Eco-Be-Liga eingereicht.
Im November sollen erste Prototypen der nächsten Eco-Be Generation fertig sein, und bis Januar sollen dann für die bis zu 20 Teams jeweils 15 Eco-Be's hergestellt worden sein.

Da unser Erato-Labor hier von Prof. Asada geleitet wird, und Prof. Asada gleichzeitig auch Gründer der RoboCup Roboter-Fussballweltmeisterschaft ist und den Vorsitz in der RoboCup-Organisation hat, hat unser Eco-Be! Team eine Vorreiterrolle. (Zumal Guerra es war, der die Idee einer Eco-Be-Liga vorangetrieben hat, in dem er mit einem ersten
Prototypen des gesamten Spielfeldes inkl. Kamera, Infrarot-Sensoren, etc. die Machbarkeit der Eco-Be-Liga bewies. Citizen hat ihn bei diesem Prototypen natürlich so gut es ging
unterstützt, da der RoboCup eine prima Plattform für die Eco-Be's ist.)

In den nächsten Monaten, bis zur Fertigstellung aller Eco-Be's im Januar, müssen wir die Teilnehmer in der Eco-Be-Liga des RoboCup 2007 auswählen, die neuen Eco-Be Prototypen von Citizen testen und wir müssen das Software-Framework entwickeln, das alle teilnehmenden Teams im Januar zusammen mit den Eco-Be's geliefert bekommen.

Das Software-Framework ist ein Programmpaket, eine Art Fundament, auf das alle teilnehmenden Teams zurückgreifen können.
Dazu müssen wir uns untereinander und mit der Firma Citizen auf eine genau Spezifikation einigen. z.B. wie groß ein Spielfeld sein wird, oder wieviele Eco-Be's in einem
Team spielen werden.
Nachdem wir die genauen Regeln für die Premiere 2007 festgelegt haben, wird dann in Zukunft ein offizielles RoboCup Gremium über Regeländerungen in der Eco-Be-Liga entscheiden.
(2007 werden wir sicherlich noch einen kleinen Wettbewerbsvorteil haben, da wir ab Januar dann mit einem Software-Framework arbeiten werden, das wir selber geschrieben haben)



Unsere Besucher von Citizen haben des weiteren ein Kamera-Team mitgebracht, dass Interviews mit Guerra und Joschka gemacht hat sowie Aufnahmen von den Eco-Be's in Aktion.
Das Videomaterial wird zusammengeschnibbelt und in etwa einem Monat auf der Website von Citizen veröffentlicht.

Das ist nur ein Video in einer ganzen Reihe von Werbefilmchen über Eco-Be, die Citizen produziert hat.
Die Versionen mit englischem Untertitel kann man sich auf:

http://www.eco-be.com

angucken.
Arbeit
Neue Computer Donnerstag, 12.10.2006, 03:16 Uhr
Zum Thema Hardware-Ausstattung in diesem Labor:

Grade wurden hier im Büro vier 23 Zoll Apple Cinema Displays und vier Mac Pro angeliefert.

Für diejenigen, denen das nichts sagt: So ein Display kostet 1000 Euro, und der Mac Pro so etwa 2500 und ist der Traum vieler Computer-Fans.




Einer der glücklichen neuen Besitzer ist Joschka:



Erster Start:

Arbeit
Fotos von Judith Dienstag, 10.10.2006, 04:46 Uhr
Ich bin nicht der einzige der hier Fotos macht:

http://www.flickr.com/photos/14959174@N00
Allgemeines
Adresse Montag, 09.10.2006, 13:57 Uhr
Meine Postanschrift:

Matthias Bohnen, C512
Senri International House
B49-101, 1-2, Satakedai, Suita City
Osaka 565-0855
Japan
Allgemeines
Osaka Castle Sonntag, 08.10.2006, 21:52 Uhr
Heute (Sonntag), haben wir unseren ersten Ausflug in die Innenstadt von Osaka gemacht, uns in der Touristen-Information mit Infomaterial eingedeckt und sind erstmal zur Burg von Osaka gefahren.



Burgen in Japan sind für gewöhnlich in der Stadt, und nicht außerhalb. Um die Burg herum ist ein großer Park mit Mauern, Wassergräben, etc.:





Auf obigem Foto sieht man ein Modell der ersten Burg von Osaka (1579-1615). Diese wurde in einem Krieg 1615 niedergebrannt, platt gemacht und an gleicher Stelle eine neue, noch größere errichtet. Diese zweite Burg ist dann in den folgenden Jahrhunderten durch einige Brände stark zerstört worden.
Im 20. Jahrhundert wurde dann eine möglichst originalgetreue Kopie aus Beton (!) errichtet.
Der Besuch lohnt sich, vor allem die Ausstellungsstücke aus dem 16./17. Jahrhundert im Inneren der Burg sind interessant.
Freizeit
Karaoke II Samstag, 07.10.2006, 18:32 Uhr
Mein Bewerbungsvideo für Deutschland sucht den Superstar:

- Error, old video version -

(Jaja, übel...)
Party
Karaoke I Samstag, 07.10.2006, 15:37 Uhr
Gestern (Freitag) Abend hatte Prof. Ishiguro das ganze Labor zur einer Party eingeladen.
Zum einen wurde unsere Ankunft gefeiert, zum anderen der Abschied von Freerk, einem Studenten aus Holland, der das Labor nächste Woche nach 6 Monaten wieder verlässt.

Erstmal wurde an der Uni gegrillt:





Anschließend ging es in eine Karaoke-Bar:

- Error, old video version -

Da wurde dann bis 6 Uhr Morgens Karaoke gesungen... das ist wohl so üblich.

Nächste Woche sollen angeblich weitere Austauschstudenten aus England kommen, und angeblich soll es dann eine Neuauflage geben. :-)
Party
Eco-Be! Freitag, 06.10.2006, 16:27 Uhr
Ich muss mich korrigieren, es heißt "Eco-Be!" und nicht "Eco-Bee".

Hier ein Video das ich gemacht hab von den Eco-Be's in Aktion:

- Das video habe ich wieder gelöscht, da man hier in den Labors nicht fotografieren oder gar filmen soll -

Das ganze Projekt wird von der Firma Citizen gesponsort. Die stellen normalerweise Uhren her, haben aber ein Interesse, ihr Know-How in der Fertigung von Miniatur-Motoren etc.
zur Herstellung von kleinen Robotern zu nutzen. Die wollen langfristig aus diesen Eco-Be's ein Kinderspielzeug machen. (Vielleicht sowas wie eine moderen Variante von Tipp-Kick,
bloß mit kleinen Robotern die ferngesteuert rumfahren.)
Daher sieht man in diesem Video, wie die Eco-Be's nicht selbstständig Fussball spielen, sondern von Labormitarbeitern mit Gamepads gesteuert werden.
Für meine Forschung ist das auch nicht uninteressant, denn es wäre z.B. denkbar das 3 von Menschen ferngesteuerte Eco-Be's gegen 3 vom Computer gesteuerte Eco-Be's Fussball spielen.
Dann könnte der Computer die Spielzüge der Menschen analysieren, und versuchen daraus zu lernen.
Arbeit
Mein Zimmer Freitag, 06.10.2006, 09:30 Uhr
Mein Zimmer im Wohnheim:



Die Gemeinschaftsküche:





Alles in allem ist dieses Wohnheim etwas in die Jahre gekommen. Der Zustand der Gemeinschaftsküchen in unserem Wohnheim ist unter den Studenten mit denen ich bisher gesprochen habe berühmt berüchtigt.

Wir sind bereits auf der Suche nach einer besseren Unterkunft...
Wohnheim
Google Earth Freitag, 06.10.2006, 03:26 Uhr
Meine Zimmer im Studentenwohnheim:
34° 47' 24'' N
135° 30' 38'' O

Die S-Bahn Station:
34° 47' 35'' N
135° 30' 31'' O

Der Campus:
34° 49' 20'' N
135° 31' 25'' O
Alltag
Konichi-wa! Donnerstag, 05.10.2006, 19:14 Uhr
Da bin ich! Sitze an meinem eigenen Schreibtisch im Erato-Lab der Universität Osaka.



Wir sind Gestern Abend nach insgesamt 27 Stunden Reise in unserem Studentenwohnheim angekommen.
Leider haben wir noch keine Matratze/Decke/Kopfkissen, ergo war die Nacht auf einer Behelfsdecke eher... rustikal.
Vom Studentenwohnheim sind es 3 U-Bahn Stationen für 150 Yen (1 Euro) bis zum Campus.
Heute Morgen hat uns Joschka (der schon länger in Osaka ist und hier seinen Doktortitel macht) uns den Campus gezeigt. Der Campus ist riesig, eine eigene kleine Stadt mit diversen Hochhäusern, Straßen, Restaurants, Busstationen, etc.

Mittags waren wir dann in einer der Mensen essen:




(Joschka)

Anschließend haben wir uns die Labore anschaut.
Da wäre zum einen das Labor von Prof. Ishiguro, wo man einen Geheimcode kennen muss die Tür öffnen zu können.
Innendrin ist es vollgestopft mit Technik und Sensoren. Es stehen Androiden und Roboter herum, überall Kameras, und im Boden sind Druck-Sensoren eingebaut so dass
man die Schritte jeder Person nachvollziehen kann.
Die Roboter können auf die Sensordaten und die Kamerabilder zugreifen, so weiß ein Roboter z.B. wenn jemand das Labor betritt, und könnte der Person entgegen eilen und sie begrüßen/durch das Labor führen...

Desweiteren gibt es das alte Labor von Prof. Asada, das jetzt von einem Junior-Prof geleitet wird, dessen Name mir spontan entfallen ist.
In diesem Labor wird vor allem an zweibeinigen Robotern geforscht.

Und dann gibt es noch das niegelnagelneue "Erato"-Labor. Dieses Labor befindet sich zwar auf dem Uni-Campus, ist aber von einer anderen Forschungs-Organisation finanziert. Geleitet wird es von Prof. Asada.
Hier gibt es auch diverse Roboter, vor allem humanoide, also menschenähnliche Roboter mit Armen, Beinen, usw.
(manche sogar mit künstlichen Stimmbändern)

Fotos der Labore reiche ich noch nach.

Judith und Wolfram arbeiten im Labor von Prof. Ishiguro.

Ich hingegen sitze hier im Erato-Lab und werde mit Joschka und Guerra (sprich: "Ge-ha"), einem Brasilianer der hier auch seinen Doktor macht, an den "Eco-Be's" arbeiten.
Eco-Be's sind kleine Mini-Roboter, etwas größer als ein Zuckerwürfel.
Man stellt einen großen Monitor horizontal auf, wie eine Tischplatte. Auf dem Monitor stellt man z.B. ein Fussballfeld dar, und die Eco-Be's sind die Fussballer und fahren auf dem Monitor herum. Eine über dem Tisch montierte Kamera nimmt die Eco-Be's beim fahren über den Monitor aus der Vogelperspektive auf. Ein Computer bekommt die Bilder der Kamera,
und extrahiert aus den Bildern 30 mal pro Sekunde die aktuelle Position jedes Eco-Be's, sowie des virtuellen Fussballs, der ebenfalls auf dem Monitor dargestellt wird.
Der Computer kann die Eco-Be's über Infrarot fernsteuern.

Der Plan ist, dass nun auf dem Computer für jedes Eco-Be ein Programm läuft. D.h. für 22 Eco-Be's laufen auf dem Computer 22 Programme die jeweils ein Eco-Be steuern. Und jedes Programm soll seinen Eco-Be so intelligent wie möglich Fussball spielen lassen. (Dazu gehört auch, dass die Programme die im gleichen Team sind sich taktisch gut absprechen.)
Diese Programme gilt es nun also zu entwicklen...

Ansonsten gibt es noch anderen Kram der zu erledigen ist. Ab November z.B. müssen Guerra und Joschka eine einmal pro Woche eine Gruppe von 60 Studenten betreuen, die Programmieren lernen sollen, und dazu sollen diese Studenten "irgendwas mit den Eco-Be's" machen.
Die beiden haben aber eigentlich mit ihren Doktorarbeiten genug zu tun, daher werde ich ihnen wohl bei der Betreuung dieser Studenten zur Hand gehen.

Gleich gehe ich mit Wolfram auf die Suche nach einem Supermarkt wo wir einige Besorgungen machen können.
Alltag